29.08.2012

25 Jahre Mobilitätskompetenz an Rhein und Sieg

Der VRS wurde am 1. September 1987 in Köln gegründet - Große Geburtstagsfeier mit Brings, Klee und Kasalla am Tanzbrunnen


Köln, 29. August 2012. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg feiert in diesem Jahr ein echtes Jubiläum: Vor 25 Jahren wurde der VRS in Köln gegründet. Mit dem Ziel, den öffentlichen Personennahverkehr schneller und einfacher zu gestalten, ging die Kooperation am 1. September 1987 an den Start. Zwölf Verkehrsunternehmen schlossen sich damals zusammen, um den Bürgerinnen und Bürgern aus der Region Köln, Bonn, Leverkusen und den umliegenden Kreisen die Möglichkeit zu bieten, mit nur einem Fahrausweis unternehmensübergreifend Busse und Bahnen nutzen zu können. Das mehrfache Lösen von Tickets bei Umstiegen gehörte damit der Vergangenheit an. Der Erfolg dieses Konzepts ließ nicht lange auf sich warten: Die Zahl der angeschlossenen Unternehmen ist mittlerweile auf 29 gewachsen und auch die Anzahl der Fahrten mit Bus und Bahn hat sich in diesem Vierteljahrhundert rasant erhöht: Während 1988 im Verbundgebiet 277,8 Millionen Fahrten mit Bus und Bahn gezählt wurden, sind es 2011 507 Millionen Fahrten - eine Steigerung von 82 Prozent.

Zur hohen Akzeptanz von Bus und Bahn trägt neben den einheitlichen Tickets und Preisen auch das stetig verbesserte Leistungsangebot bei: Noch bei seiner Gründung verfügte der VRS über kein leistungsfähiges S-Bahnnetz. Doch nach Vollendung der S-Bahn-Stammstrecke Ende Mai 1990 konnte endlich der Grundstein für den Ausbau des S-Bahn- und Regionalverkehrs gelegt werden. Mit dessen massiver Ausweitung und dem zeitgleichen Ausbau der Stadtbahnnetze in Bonn und Köln und - darauf abgestimmt - der Bussysteme im Umland kamen die Bewohner der Region zusehends schneller und besser ans Ziel.

Meilensteine, die heute niemand mehr missen möchte: die neue S-Bahnlinie S 13 von Köln nach Düren (seit 2002) und die Anbindung des Flughafens Köln/Bonn an das Schienennetz (seit 2004). Mehr und mehr Züge wurden im Laufe der Jahre auf die Schiene gesetzt: Seit dem Start der Regionalisierung 1996 konnten die Leistungen an gefahrenen Zugkilometern um fast 50 Prozent ausgeweitet werden.

Jeder fünfte Einwohner der Region hat ein VRS-Zeitticket
Doch nicht nur die Infrastruktur, auch die Tarifangebote hat der VRS kontinuierlich weiterentwickelt: "Von der Schul- und Studentenzeit über die Berufstätigkeit bis hin zum Ruhestand hält der VRS zielgruppengerechte Ticketangebote bereit. Die Zahl der Stammkunden mit einem Zeitfahrausweis steigt daher von Jahr zu Jahr. Aktuell verfügt etwa jeder fünfte Einwohner dieser Region über ein VRS-Zeitticket", sagt VRS-Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag. Das 2004 eingeführte vereinfachte neue Preissystem, das das bisherige kleinteilige Tarifzonen-System ablöste, entfaltete hier nochmals eine besondere Schubkraft. Unter dem Motto "Eine Stadt - ein Preis" orientiert es sich an den Kommunalgrenzen und bietet seitdem einen vereinfachten Ticketkauf und Transparenz.

Parallel sorgte der VRS auch dafür, dass seine Kunden immer weiter fahren konnten: Im Einklang mit den Fahrgastbedürfnissen kann etwa mit VRS-Ticket seit 2002 auf den Schienenstrecken bis in den Kreis Altenkirchen gefahren werden. Seit dem Jahr 2006 geht es sogar bis nach Neuwied (Engers). 2008 erweiterte sich dieser Radius nochmals in Richtung Süden bis in den Kreis Ahrweiler.

Dazu gesellte sich eine immer kundenfreundlichere Handhabung der Fahrausweise: Rund 524.000 Tickets sind mittlerweile als praktische Chipkarte unterwegs. Moderne Telekommunikationstechnologien eröffneten dazu neue Wege zu Ticket und Fahrplanauskunft: Seit 2008 profitieren besonders Gelegenheitskunden vom verbundweiten HandyTicket; 2010 revolutionierte eine Applikation, kurz App, erstmals die Fahrplanauskunft des VRS und feierte damit NRW-weit Premiere. Inzwischen sind knapp 119 000 iPhone- oder Android-Smartphone-Nutzer mit der VRS-Fahrplan-App mobil.

Anstehende Herausforderungen - neue Aufgaben
"Wir können nicht ohne Stolz behaupten: Der VRS ist eine der wenigen regionalen Kooperationen im Rheinland, die auch auf die Dauer funktioniert. Doch trotz aller Erfolge - es bleibt keine Zeit, sich auszuruhen, denn es stehen neue Herausforderungen wie beispielsweise der demografische Wandel oder die schwindenden Schülerzahlen an. Daher muss sich ein moderner Verbund auch mehr und mehr als Mobilitätsdienstleister sehen", sagt VRS-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.

Die knapper und teurer werdenden Ressourcen machen ein Um- und Weiterdenken unausweichlich. Ein wichtiges Feld wird dabei die zukünftige Unterfinanzierung des Nahverkehrs sein. Fakt ist, dass die Mobilitätskosten bei allen Verkehrsträgern steigen. Gleichzeitig sind die öffentlichen Haushalte verschuldet, die Ko-Finanzierungen des ÖPNV eher rückläufig. Daher sind in der Zukunft neue Ansätze und Modelle gefragt wie die intelligente Verknüpfung vieler verschiedener Verkehrsmittel. Gleichzeitig muss im ländlichen Raum eine finanzierbare Mobilität gesichert werden. Hier besteht die Notwendigkeit, bedarfsgerechte Konzepte zu entwickeln, damit nicht ganze Landstriche "abgehängt" werden. Der VRS ist derzeit dabei, sich für diese neuen Aufgaben zu rüsten: Als Nahverkehrsinstitution unterstützt der Verbund auch neue Mobilitätsangebote und steht Kommunen und Verkehrsunternehmen der Region als kompetenter Ratgeber zur Seite.

"Gestern wie heute legt der VRS sein besonderes Augenmerk auf die sich ständig verändernden Mobilitätsansprüche der Bevölkerung und bildet eine funktionierende Klammer zwischen Kommunen, Politik und Verkehrsunternehmen. Für einen erfolgreichen ÖPNV im Rheinland gibt es daher keine andere Alternative als der Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Ich gratuliere dem VRS herzlich zum Jubiläum und wünsche auch für die kommenden 25 Jahre weiterhin ein positives Wirken für die Region", so der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und KVB-Vorstandsvorsitzender Jürgen Fenske.

VRS lädt zur großen Geburtstagsfeier mit Brings, Kasalla und Klee - Der Eintritt ist frei
Seinen 25-jährigen Geburtstag will der VRS nicht alleine, sondern mit den Fahrgästen feiern und so gibt es in diesem Jahr eine Vielzahl an Jubiläumsveranstaltungen. Das absolute Highlight ist die große VRS-Geburtstagsfeier am Sonntag, 16. September, am Kölner Tanzbrunnen. Von 10 bis 20 Uhr gibt es bei freiem Eintritt ein buntes Programm mit tollen Attraktionen für Jung und Alt sowie einem Musikprogramm der Spitzenklasse: Unter anderem stehen Brings, Klee, Kasalla, De Familich, Linus und Knittler auf der Tanzbrunnenbühne. Weitere Informationen und das komplette VRS-Jubiläumsprogramm findet sich im Internet unter: 25 Jahre VRS  

Um das Jubiläum auch optisch darzustellen und auf das Geburtstagfest am Tanzbrunnen hinzuweisen, ist seit einigen Wochen eine eigens gestaltete Straßenbahn im Kölner Stadtgebiet unterwegs. Ein Bild der VRS-Bahn sowie eine Karte des VRS-Gebietes finden Sie unter folgendem Download-Link: http://download.vrsinfo.de/PM/PK_25_Jahre.zip 

Pressekontakt:
Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH
Holger Klein
Pressesprecher
Glockengasse 37-39
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Tel.: 0221/ 20808-47
Fax: 0221/ 20808-847
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